Forschungsprojekte

Seit 1992 beteiligen wir uns als Partner an zahlreichen Forschungsprojekten auf nationaler und europäischer Ebene.
Dabei bringen wir unsere Erfahrungen in den Bereichen Softwareentwicklung, Stoffstrommanagement, Modellierung und Simulation ein.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl einiger Forschungsprojekte unter Beteiligung der ifu Hamburg GmbH.

Ecosteel

Ecosteel

Elektrostahlerzeugung ist ein energieintensiver Prozess. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll die Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz der Elektrostahlerzeugung im Lichtbogenofen mit Hilfe eines speziellen Stoffstrom-Modells verbessert werden. Neben ifu Hamburg bringt das Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen University seine Expertise ein. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Stahlwerken wird die Praxisrelevanz der Ergebnisse sichergestellt. 

BalticFlows

BalticFlows

Das Baltic Flows Projekt beschäftigt sich mit Regenwasser-Monitoring und -Management im Ostsee-Raum. Dabei liegt der Fokus auf Fließgewässern und der besonderen Situation in Städten, nicht auf dem Meer selbst.

Das Forschungskonsortium besteht aus 17 Projektpartnern aus fünf europäischen Regionen. Im Konsortium arbeiten 6 Forschungseinrichtungen, 6 KMUs und 5 öffentliche Einrichtungen zusammen.

Gefördert im Programm FP7-REGIONS (Projekt-Nr. 319923) vom 01.10.2013 bis 30.09.2016.

Projektwebsite: http://www.balticflows.eu/

BioREFINE 2G

BioREFINE 2G

Das Projekt BioREFINE-2G zielt darauf ab, kommerziell verwertbare Prozesse für die effiziente Umwandlung von pentosereichen Abfallströmen aus Bioraffinerien in Dicarbonsäuren zu entwicklen, die als Vorprodukte für bio-basierte Polymere und biologisch abbaubare Polymere dienen können.

Die gesamte Wertschöpfungskette wird abgedeckt: von der Charakterisierung als Nebenströme aus Forstwirtschaft und Non-Food-Feedstock, Entwicklung eines neuartigen, robusten Prozesses zur industriellen Hefezellenproduktion, Fermentation und Downstream-Prozessentwicklung, bis hin zu Polymerisierungsverfahren. Ergebnisse sind die Produktion von biologisch-abbaubaren Polymeren, die als Kunststoffe, Beschichtungen oder Adhesive genutzt werden können, das Scale-Up und die Demonstration. Ausserdem wird untersucht, ob diese Bio-Polymere unter umweltlicher und ökonmomischer Perspektive nutzbringend sind.

Dem Konsortium gehören acht Industrie- und Forschungspartner aus dem Biotechnologie-Sektor an. Zusätzlich beteiligen sich auch vier KMUs und eine größere Firma. BioREFINE 2G wird ko-finanziert durch die Europäische Komission unter dem 7. Rahmenprogramm (Projekt Nr. FP7-613771). Das Projekt läuft vom 01.10.2013 bis 30.09.2017.

Projektwebsite: www.biorefine2g.eu

CliCCC - Climate & Carbon Calculator for Companies

CliCCC - Climate & Carbon Calculator for Companies

Im Rahmen des CliCCC-Projekts ist ein webbasierter Rechner entwickelt worden, der die einfache Ermittlung von Treibhausgasemissionen und der individuellen Klimaschutz-Performance von Unternehmen ermöglicht. Er ist speziell auf die Erfordernisse von KMU ausgerichtet. Durch seine Modularität und Skalierbarkeit kann ein individueller Zuschnitt auf die Bedürfnisse weiterer Nutzergruppen und die „nahtlose“ Integration in die jeweilige Plattform erfolgen. Der Rechner soll bei einer großen Breitenwirkung schnelle und belastbare Emissionsabschätzungen von hoher wissenschaftlicher Güte auf Unternehmensebene ermöglichen. Dabei werden neben direkten Emissionen auch indirekte Emissionen aus Vorleistungen und Abschreibungen („Rucksäcke“) berücksichtigt. Dies erfolgt auf Grundlage generischer Daten der umweltökonomischen und volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Partner im CliCCC-Projekt waren das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim und die IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg. Das Projekt wurde ko-finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Projektwebsite: cliccc.de

CoTrain

CoTrain

Aufbau eines Kompetenzzentrums für Ressourceneffizienz an der Universidad Nacional de Colombia, Medellin, Kolumbien.

eLCAr - E-Mobility Life Cycle Assessment Recommendations

eLCAr - E-Mobility Life Cycle Assessment Recommendations

"Geht uns bald das Öl aus?" "Benzin wird zum Luxusgut!" Diese und ähnliche Aussagen fördern die Diskussionen und Forschung rund um das Thema der alternativen Mobilität, insbesondere der Elektromobilität oder kurz E-Mobility. Dabei wird generell von einer deutlich besseren Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen, die mit Elektrizität angetrieben werden, ausgegangen. Die führenden Autobauer setzen daher bereits schon auf Hybridfahrzeuge und sind in der intensiven Entwicklung von kompletten Elektrofahrzeug-Konzepten.

Mit dieser gestiegenen Bedeutung der E-Mobility einher geht die Notwendigkeit, gesicherte und fundierte Aussagen über die tatsächliche Umweltwirkung von Elektrofahrzeugen treffen zu können. Dabei darf es nicht nur um die Betrachtung der Nutzungsphase gehen, sondern auch um die Analyse der Produktion bis zur Entsorgung von elektrisch angetriebenen Automobilen gehen. Dieser Herausforderung widmet sich das durch die Europäische Union geförderte Projekt "eLCAr". Ziel ist die Entwicklung von Richtlinien zur Ökobilanzierung von Elektroautos. Die ifu Hamburg GmbH wird das Projekt sowohl mit ihrer langjährigen Expertise als auch ihren Softwarelösungen unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite zum eLCAr-Projekt.

ENBEKO

Ziel des Projekts ENBEKO war es, Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die es erlauben, in Industriebetrieben die aktuelle Situation hinsichtlich der Energieeffizienz zu bewerten, Potenziale darzustellen und bei der Maßnahmenentwicklung zu unterstützen. Darüber hinaus sollten die durch umgesetzte Maßnahmen erzielten Einsparungen überprüft und quantifiziert werden können. Hierfür war es notwendig, die sich ständig verändernden Parameter (z.B. Temperatur, Produktionsmengen, Produkttypen) zu berücksichtigen. ifu Hamburg GmbH arbeitete in diesem Projekt mit der Limón GmbH an der entwicklung eines Softwareprototypen.

Das Projekt lief von 01.03.2010 bis 31.05.2011 und wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unter der Projektnummer 26999).

EnHiPro

EnHiPro

Ausgehend von der fehlenden Berücksichtigung ökologischer Aspekte und dem festgestellten Mangel an Entscheidungsunterstützung für KMU setzt das Vorhaben EnHiPro (Energie und Hilfsstoffoptimierte Produktion) bei der Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Hilfsstoffeffizienz in Produktionssystemen von KMU an. Mit der im Projekt EnHiPro entwickelten Vorgehensweise und damit verbundenen Methoden und Werkzeugen werden branchenübergreifend produzierende KMU in die Lage versetzt, auf kontinuierlicher Basis organisatorische und technische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu ermitteln und deren Auswirkungen zu bewerten.

Unter Federführung des IWF der Technischen Universität Braunschweig arbeitet die ifu Hamburg GmbH gemeinsam mit weiteren Softwarepartnern an entsprechenden Konzepten und deren prototypischer Umsetzung bei ausgewählten Praxispartnern. Schwerpunkte sind die kontinuierliche Visualisierung und Bewertung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Hilfsstoffen und Energieeinsatz sowie die Integration stoffstrombasierter Informationen in die Produktionsplanung und die vorhandene ERP-Umgebung.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt und lief von 06/2009 bis 05/2012.

Zur Projektseite

Aus dem Projekt ist der sogenannte Effizienz-Generator entstanden. Dieses webbasierte Werkzeug liefert auf einfache Art Ansatzpunkte und Maßnahmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz.

Zum Effizienz-Generator

InReff - Integrierte Ressourceneffizienz-Analysen zur Reduzierung der Klimabelastung in der Chemischen Industrie

InReff - Integrierte Ressourceneffizienz-Analysen zur Reduzierung der Klimabelastung in der Chemischen Industrie

Das Verbundprojekt InReff ("Integrierte Ressourceneffizienz-Analysen zur Reduzierung der Klimabelastung in der Chemischen Industrie") startete im April 2012 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Innerhalb des Projektes wird ein Planungswerkzeug entwickelt und exemplarisch eingesetzt, das eine möglichst praxisnahe und gleichzeitig ganzheitliche Betrachtung des Klimaschutzes durch Ressourceneffizienz ermöglicht. Damit soll die integrierte Analyse von Material- und Energieeffizienz mit dem Aspekt der Verminderung produktionsbedingter Treibhausgasemissionen in der chemischen Industrie verbunden werden.

Im Sinne des optimalen Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis setzen sich die Partner aus dem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich zusammen. Die Unternehmen setzen sich aus der H.C. Starck GmbH, Sachtleben Chemie GmbH und der ifu Hamburg zusammen. Auf wissenschaftlicher Seite sind das Institut für Industrial Ecology der Hochschule Pforzheim und das Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik beteiligt.

Das Projekt wird teilfinanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Programm 'Forschung für Nachhaltige Entwicklung'. Es startete im April 2012 bis wurde im März 2015 abgeschlossen. Eine kurze Zusammenfassung mit Fokus auf die Anwendung in der Praxis finden Sie hier.

KartAL 2

Kartierung des anthropogenen Lagers 2, Nachfolge zu KARTAL I. Kartierung des anthropogenen Lagers in Deutschland zur Optimierung der Sekundärrohstoffwirtschaft unter Entwicklung eines dynamischen Stoffstrommodells.

Ziel des Projektes ist es, ein dynamisches, fortschreibbares Bestandsmodell der Bundesrepublik mit Datenbank zu entwickeln und zu programmieren, das als Prognose-Modell für Sekundärrohstoffe aus langlebigen Gütern und damit als Urban-Mining-Planungsgrundlage dienen kann

KOMSA

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationen: Hochschule Pforzheim, Leuphana Universität Lüneburg, CIBA Specialty Chemicals und Hanomag Lohnhärterei

Zielsetzung: Das Projekt hat sich mit der Kombination von Optimierungsmethoden und Stoffstromanalyse zur Verbesserung des betrieblichen Materialeinsatzes befasst

MultiMakII

MultiMakII

ifu Hamburg arbeitet mit zahlreichen Partnern (u.a. Technische Universität Braunschweig, iav automative engineering, Volkswagen AG, Magna International, BASF SE, und weiteren) im Projekt MultiMaK2 zusammen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur Analyse und ganzheitlichen Bewertung (ökologisch, ökonomisch, technisch) von Produkten und Prozessketten für den Einsatz von Multi-Material-Leichtbauwerkstoffen in der Großserie.

MultiMak2 ist ein Projekt im Rahmen der Open Hybrid LabFactoryundefined. Dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Vorarbeiten für MultiMaK2 erfolgten bereits in einer Pilotphase (MultiMaK1) von März 2013 bis März 2014. Das Projekt geht über vier Jahre (2015-2019).

Projektwebsite: http://open-hybrid-labfactory.de/startseite/projekte/multimak-2

Nachhaltigkeitsbewertungen chemischer Synthesen in Entwicklungsphasen

Ziel dieses Projekts war die Nachhaltigkeitsbewertung chemischer Synthesen in den verschiedenen Entwicklungsphasen. Hierbei sollten Verfahren entwickelt werden, die es ermöglichen, chemische und biotechnologische Prozesse miteinander zu vergleichen.

Die ifu Hamburg GmbH entwickelte in Kooperation mit der FH Emden/Leer und der ETH Zürich eine Softwarelösung, die Chemiker und Verfahrensingenieure gleichermaßen bei der Bewertung der Umweltwirkungen inkl. Kostenbetrachtungen zu unterstützen.

Das Projekt wurde teilfinanziert von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Es lief von 01.08.2008 bis 31.01.2012.

StUChem - Strukturbasierte Umweltbewertung von Chemikalien

StUChem - Strukturbasierte Umweltbewertung von Chemikalien

Im Projekt StUChem ging es um die prototypische Entwicklung eines webbasierten und nutzerfreundlichen Softwaretools zur Umweltbewertung von Chemikalien.

Auf der Grundlage von molekularen Strukturinformationen können mit diesem Tool die ökologischen Kennzahlen kumulierter Energieaufwand (KEA), Ecoindicator 99 sowie das Treibhauspotential (GWP100a) abgeschätzt werden.

Die Umsetzung des Vorhabens erfolgte in zwei Schritten: Zunächst wurde eine internetbasierte Datenbank aufgebaut, die die Abfrage der Umweltwirkung von mehreren zehntausend Chemikalien ermöglicht. Basierend auf dieser Website und der Methodik zur Erstellung der Datenbank wurde anschließend eine Möglichkeit etabliert, bislang nicht eingetragene Substanzen durch Nutzer direkt in Echtzeit berechnen zu lassen. Weiterhin wurde während des Projektes auch eine umfangreiche Betrachtung der Methodik sowie eine möglichst umfangreiche Validierung der ermittelten Werte durchgeführt.

Das DBU-geförderte Projekt (Nr. 30182) hatte eine Laufzeit von 18 Monaten und lief von 01.02.2013 bis 31.07.2014. Nach Abschluß wird das Tool auf der ifu-Webseite öffentlich und kostenlos zugänglich gemacht. Die Lösung wird zukünftig als EstiMol von der ifu Hamburg GmbH vermarktet.

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Monatlich Whitepaper, Best Practice Beispiele u.v.m. zu nachhaltiger Produktion