Die Produktion von Kleidung bedeutet häufig eine Belastung für die Umwelt. Doch es gibt einige Möglichkeiten für Textilunternehmen, die Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern.

Möglichkeiten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit

Auch in der Textilbranche geht der Trend zu einer nachhaltigen Produktion, u.a. durch die Reduktion von Schadstoffen und die Nutzung recycelter Synthetikfasern. Auch die Verbesserung der sozialen Standards gewinnt immer mehr an Relevanz.
Doch wie geht man diese und ähnliche Themen organisiert und professionell an?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Unterstützung bei der Verbesserung der Umweltleistung und Nachhaltigkeit Ihres Textilunternehmens zu erhalten:

 

 

Umweltschonende Produktion von Textilien

Webinar: Umweltleistung entlang der textilen Wertschöpfungskette

In diesem kostenfreien Fachwebinar zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie als Unternehmen der Textilindustrie Ihre Umweltleistung verbessern können.

Profitieren Sie von unserem Nachhaltigkeitswissen sowie von der Expertise unseres Gasts Dr. Michael Arretz, ehemaliger Geschäftsführer der KiK Textilien und Non-Food GmbH. Das Webinar deckt folgende Themen ab:

  • Anforderungen an die Umweltleistung in der Textilindustrie
  • Beispiele relevanter Umweltwirkungen in der textilen Wertschöpfungskette
  • Emissionsminderung in der Textilindustrie anhand eines Praxisbeispiels
  • Screening LCA zur Identifikation von Hot Spots in der textilen Wertschöpfungskette
Webinar: Umweltleistung entlang der textilen Wertschöpfungskette

Initiativen zur Verbesserung der Umweltleistung

Verschiedenste Bündnisse und Initiativen begleiten Unternehmen dabei, die ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsziele in die Praxis umzusetzen und geben diesen dafür Rahmenrichtlinien an die Hand.
Zwei Beispiele dafür sind die Initiativen BEPI und BSCI der Foreign Trade Association.

Umweltwirkungen im textilen Lebenszyklus analysieren

Wo sollten Textilunternehmen zuerst ansetzen, um ihre Umweltwirkungen zu reduzieren? Um dies herauszufinden müssen zunächst die umweltrelevanten Hotspots in der textilen Wertschöpfungskette identifiziert werden.

Hierfür empfiehlt sich eine Ökobilanz (LCA): Mit dieser können die (direkten und indirekten) Umweltwirkungen von Textilien über ihren gesamten Lebenszyklus systematisch analysiert und bewertet werden.

➠ Mehr Informationen zum Thema Ökobilanz

Lebenszyklusphase Baumwollanbau

Business Environmental Performance Initiative

Die Business Environmental Performance Initiative (BEPI) unterstützt einkaufende Unternehmen bei der Verbesserung der umweltorientierten Leistung entlang von globalen Lieferketten.

  • Fokus auf Umweltbelange, Untersuchung auf Basis von Ökobilanz-Daten
  • Betrachtung von 11 Umweltleistungsgebieten, u.a. Energieverbrauch, Abwasser, Treibhausgasemissionen, Wasser- und Landnutzung
  • Mitglieder der Textilindustrie: u.a. Mango, Woolworths Group und Esprit

Business Social Compliance Initiative

Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) hilft Unternehmen dabei, die Transparenz und den sozialen Standard entlang ihrer Lieferkette zu verbessern.

  • Verpflichtung zur Umsetzung des BSCI-Verhaltenskodex in der Lieferkette
  • Erfüllung der 11 Arbeitsschutz-Prinzipien (u.a. keine Kinderarbeit, keine Diskriminierung, zumutbare Arbeitszeiten) wird kontrolliert
  • Mitglieder der Textilindustrie: u.a. Deichmann, Ernsting’s Family und Ginatricot

Umweltbelastende Hotspots in der textilen Wertschöpfungskette

Baumwollanbau als Umweltbelastung

Baumwollanbau:

Besonders hohe Umweltbelastungen fallen beim Anbau des Rohstoffs und bei der Produktion der Rohfaser an, vor allem bedingt durch:

  • Hohen Wasserverbrauch
  • Starken Einsatz von Pestiziden
  • Extensive Flächennutzung
Textilveredelung als Umweltbelastung

Textilveredelung:

Ein weiterer Hotspot zeigt sich im Veredelungsprozess der Textilien respektive beim Einfärben der Stoffe.

  • Energieverbrauch der thermischen Prozesse
  • Nutzung diverser umweltbelastender Chemikalien
  • Abwasser und Entsorgung der Schadstoffe
Beratung zur Ökobilanzierung von ifu Hamburg

Beratung zur Ökobilanzierung

Je nachdem, ob Sie unternehmensinternes Ökobilanz-Wissen aufbauen möchten oder das Projekt auslagern möchten, unterstützen wir Sie mit:

  • Schulungen oder Projektbegleitungen, um das nötige Wissen zur Vorgehensweise bei einer Ökobilanz zu vermitteln
  • Unterstützung bei der Erhebung von Basisdaten und Schließung von Datenlücken
  • Wir erstellen eine Ökobilanz für Sie: Innerhalb eines mit Ihnen abgestimmten Rahmens erarbeiten wir normkonforme Ökobilanzen nach ISO 14040/44 sowie einfache oder vergleichenden Ökobilanzen

Ökobilanzen mit Umberto

Ökobilanzen selbst erstellen

Sie haben schon Erfahrung mit Ökobilanzen und möchte selbst eine Ökobilanz erstellen? Dann ist Umberto LCA+, eine der führenden Softwarelösungen für Ökobilanzen, die perfekte Unterstützung.
Mit der Software können Sie:

  • Material- und Energiebilanzen erstellen
  • Ökobilanzen nach ISO 14040/ 14044 durchführen
  • Screening LCAs erstellen, um schnell Hot Spots zu identifizieren
  • Integrierte Ökobilanz-Datenbanken (u.a. ecoinvent und GaBi-Datenbanken) nutzen

Wir unterstützen Sie auf dem Weg zur nachhaltigen Lieferkette!

Sie haben Fragen zur Umweltleistung Ihrer Produkte?

Dann kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns, mit Ihnen über die Verbesserung der Umweltwirkungen in Ihrem Unternehmen und die Schaffung einer nachhaltiger Textilproduktion zu sprechen.

Verbesserung der Umweltleistung in der Textilindustrie

Die Textilindustrie steht vor einer besonderen Herausforderung, wenn es um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Reduktion der Umweltauswirkungen entlang der textilen Wertschöpfungskette geht, da:

  • sie stark von der Globalisierung der Märkte betroffen ist
  • viele Produktionsstätten im Ausland angesiedelt sind
  • besonders starke Umweltbelastungen durch Anbau der Baumwolle, Produktion der Rohfaser sowie die Textilveredelung verursacht werden
Umweltwirkungen der Textilindustrie und Modeindustrie

ifu Expert News

Monatlich Whitepaper, Best Practice Beispiele u.v.m. zu nachhaltiger Produktion