Was ist ein Product Environmental Footprint?

Definition, Ziele und Methodik

Der Product Environmental Footprint (PEF) wird von der EU-Kommission entwickelt, um die Nachhaltigkeitsauswirkungen von Produkten zu erfassen und vergleichbar zu machen.

Nachhaltigkeitsmanagement Product Environmental Footprint

Ein Product Environmental Footprint (kurz: PEF, dt: Umweltfußabdruck) ist eine junge Methode zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance, welche von der EU-Kommission in Kooperation mit Firmen und Fachexperten entwickelt wird. Ziel ist es, die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Umweltleistungsbewertung gegenüber bereits vorhandenen Methoden zu verbessern.

Der PEF ermöglicht die Ermittlung aller relevanten Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen sowie ressourcenbezogenen Belastungen, die ein Produkt verursacht. Für die Berechnung wird der gesamte Life Cycle des Produktes betrachtet, von der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Entsorgung.

Der Bedarf einer Umweltleistungsbewertung besteht nicht nur für Produkte, sondern auch für Unternehmen und andere Organisationen. Hierfür gibt es den Organisation Environmental Footprint (OEF).

Wir beraten Sie zum PEF

Das ifu Hamburg war an der Pilotphase der PEF-Entwicklung beteiligt und ist Ihr zuverlässiger Partner rund um alle Fragen zu diesem Thema. Kommen Sie an Bord und lassen Sie uns gemeinsam entdecken, welche Chancen und Möglichkeiten der Product Environmental Footprint für Sie bereithält.

Wir bieten Ihnen:

  • Methodisches und umsetzungsorientes Wissen über PEF und weitere Instrumente der Umweltleistungsbewertung
  • Langjährige Expertise im Nachhaltigkeitsmanagement
  • Strategische Einordnung des Potenzials und der Relevanz des PEF für Ihr Unternehmen
Kommen Sie an Bord mit PEF!

Was will die EU mit dem PEF erreichen?


PEF und OEF sollen "Green Businesses" fördern, indem sie die Umweltleistung von Unternehmen nach einem einheitlichen Vorgehen messbar und kommunizierbar machen. Verbrauchern soll es so erleichtert werden zu erkennen, wie umweltfreundlich ein Produkt oder ein Unternehmen ist.

Der Product Environmental Footprint ist die Antwort der EU-Kommission auf die Forderung nach Vereinheitlichung, Standardisierung und Vergleichbarkeit der Umweltleistung von Produkten. 

Es existieren bereits anerkannte Standards und Methoden, welche die Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt bewerten (z.B. die Ökobilanz, en: LCA). Jedoch gibt es aufgrund der universellen Anwendbarkeit einiger Standards Interpretationsspielräume und Auslegungsfragen, die die Konsistenz und Vergleichbarkeit der Ergebnisse beeinträchtigen können.

Damit das Ziel einer europaweit einheitlichen Methodik erreicht wird, unterliegt der PEF strengen Regeln. In Zusammenarbeit mit Unternehmen verschiedener Branchen wurden deshalb die Product Environmental Footprint Category Rules (PEFCRs) entwickelt. Die Striktheit der Product Environmental Footprint Category Rules ist das was den PEF von der Herkömmlichen Ökobilanz (LCA) unterscheidet. Das ifu Hamburg war an der Pilotphase und Ausarbeitung der Product Environmental Footprint Category Rules (PEFCRs) beteiligt.

Weitere Ziele des PEF:

  • Reduktion der negativen Umweltauswirkungen des Produktionssystems
  • Optimierung des Produktionsprozesses und Identifikation von Problemstellen
  • Vereinfachung der B2B- und B2C-Kommunikation
  • Verbreitung der Umweltleistungsbewertung durch geringen Aufwand
  • Einsparung von Kosten bei der Umweltanalyse

Falls sie an der Enstehungsgeschichte des PEF interessiert sind haben wir eine kurze Timeline für Sie zusammengefasst.

▶ Mehr zur den PEF-Phasen (PDF)

Was unterscheidet den PEF von einer LCA?

Zu den bereits anerkannten und weit verbreiteten Standards zur Umweltbewertung zählt auch die Ökobilanz (Life Cycle Assessment, kurz LCA) nach ISO 14044. Der PEF nimmt wie die LCA eine Lebenszyklusperspektive ein, folgt aber weiteren produktkategoriespezifischen Anforderungen und standardisierten Vorgaben, die eine höhere Vergleichbarkeit der Ergebnisse schaffen.

Beispiele, welche Schlüsselanforderungen sich unterscheiden:

  • System Boundary
    Die Methode des PEF umfasst standardmäßig den gesamten Cradle-to-Grave-Zyklus eines Produktes, sofern dies nicht durch PEFCRs durchbrochen wird. Klassische Ökobilanzen variieren in ihren Kennzahlen je nach Ziel und Umfang der Studie.

  • Life Cycle Impact Assessment (LCIA) Methods
    In der PEF-Herangehensweise gibt es ein standardisiertes Set an LCIA-Methoden, während bei Ökobilanzen verschiedene Varianten ausweisbar sind, was wiederum den Vergleich von Ökobilanzen erschwert.

  • Umgang mit der "End-of-Life" Phase
    Die Vorgabe der ISO 14044 beinhaltet nur, dass die End-of-Life Phase betrachtet werden sollte, d.h. auch die Entsorgung oder Recycling am Lebensende eines Produktes. PEF hingegen gibt einen konkreten Ansatz vor und stellt eine Formel für End-of-Life Prozesse zur Verfügung.

Zum Product Environmental Footprint (PEF) Guide

▶ Zu unser LCA Software Umberto

Was unterscheidet PEF von einer LCA?

Sie möchten einen PEF erstellen oder Fragen klären?

Der Product Environmental Footprint ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung bzw. Konsolidierung der bisherigen Methoden. PEF und OEF haben das Potenzial bei entsprechender politischer Rahmensetzung die Bewertung ökologischer Nachhaltigkeit in die breite Anwendung zu bringen.

Verstehen Sie die  wachsenden Auswirkungen für Ihr Unternehmen und bereiten Sie sich schon jetzt auf die kommende Phase vor. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

 

 

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